Autos raus aus den Städten? – Wir fragen nach den Parkplätzen (5)

VIDEO Bewohnerparken in Köln – Der Kampf gegen das Auto

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— Foto: Pixabay/GLady

Sind die Maßnahmen „Bewohnerparken“ identisch in Ihrem Ort mit denen in Köln? Dann stellen wir Ihrer Verwaltung die Fragen, die wir der Kölner Verwaltung gestellt haben. Sehen Sie dazu unser VIDEO (Link unten im Beitrag).

Situation vor dem Bewohnerparken

1) Es gab markierte Stellplätze.

2) Es konnte rechts und links der Straße also auf den nicht markierten Flächen geparkt werden (geduldet).

3) War die Straße nicht sehr breit, wurden die Autos zu ca. 1/4 der Fahrzeugbreite, auf dem Bürgersteig geparkt.

4) Ein Rollstuhl oder Kinderwagen hatte noch Platz auf dem Bürgersteig.

5) Jeder der im Wohngebiet einen Parkplatz suchte, konnte dort parken, wo es markierte, aber auch geduldete Flächen gab.

6) Es gab an den geduldeten Flächen keine Halte- noch Parkverbotsschilder.

Möglich jetzt:

1) Es darf nur auf den markierten Flächen geparkt werden.

2) Die geduldete nicht markierte Fläche darf jetzt nicht mehr beparkt werden. Eine Bürgerbefragung gab es nicht. Das wäre aber in diesem Fall unbedingt notwendig und sinnvoll gewesen. Man hat die Bürger in dem Glauben gelassen, durch das „Bewohnerparken“, würde sich die Parkplatz-Situation, verbessern. Siehe dazu die Webseite der Stadt Köln: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/verkehr/parken/haeufig-gestellte-fragen-rund-um-das-thema-bewohnerparken  steht, wann ein „Bewohnerparken“ eingerichtet wird. Die Erklärung lautet: „In Quartieren, wo der allgemeine Parkdruck sehr hoch ist, und keine privaten Stellplätze zur Verfügung stehen, werden Bewohnerparkgebiete eingerichtet. In diesen Bereichen ist es den Bewohnerinnen und Bewohnern sonst regelmäßig nicht möglich, in zumutbarer Entfernung zur Wohnung einen Parkplatz zu finden.“

Zu den Parkflächen

1) Die markierten Stellplätze entsprechen ca. 1/3 der Autos, der in der Straße zugelassenen Autos.

2) Die geduldete Parkfläche wurde von mindestens 2/3 der Autos beparkt von Autobesitzern, die in der Straße gemeldet sind oder von anderen Parksuchenden, die in dem Viertel wohnen oder zu Besuch sich aufhalten.

3) Es hat auch nach 5- bis 10-minütigem Suchen der Autofahrer in dem Viertel einen Parkplatz gefunden, wenn auch nicht immer direkt vor seiner Haustüre.

Die jetzigen Probleme nach der Einführung des „Bewohnerparkens“?

1) Die markierten Stellplätze entsprechen nicht der Menge der Autos der in der Straße gemeldeten Besitzer.

2) Die markierten Stelleplätze entsprachen auch vor dem „Bewohnerparken“ nicht der Menge der Autos der in der Straße gemeldeten Besitzer.

3) Die geduldete größere Fläche darf nicht mehr beparkt werden.

4) Jeder der jetzt auf der früher geduldeten Parkfläche parkt, bekommt einen Strafzettel und/oder wird abgeschleppt. Wo soll ein Bewohner sein Auto parken? wenn nicht in seinem Viertel? Die Stadt hat die Parkfläche auf ca. 1/3 reduziert. Botschaft der Stadt: Es gibt keine zumutbare Entfernung mehr zwischen Wohnung und Parkplatz. Es ist Euer Problem, wo Ihr einen Parkplatz findet. Was ist mir älteren Menschen oder Familien mit Kindern?

Die in der Vergangenheit markierten und die jetzigen markierten Stellplätze entsprachen weder früher noch heute der Menge der Autos, die auf die in der jeweiligen Straße gemeldeten Besitzer zugelassen sind. Die geduldete Parkfläche war immer größer als die markierten Stellplätze. Somit konnte jeder Parksuchende im Viertel, egal ob er in dem Viertel wohnt oder ob er Gast oder Besucher war, einen Parkplatz finden.

Auf Anfrage des Vereins FiF wurde uns mitgeteilt, dass es keine verwertbare Zahl aller legalen Parkmöglichkeiten auf öffentlichem Straßenland gibt. Die Einführung sei dort erfolgt, wo ein großräumiger Parkraummangel festgestellt wurde. Es gab zwar einen Parkraummangel, aber dieser Parkraummangel führte nicht dazu, dass niemand im Viertel keinen Parkplatz gefunden hat.

Unten im Video finden Sie den Link zur unseren Fragen, die wir dem Verkehrsausschuß der Stadt Köln gestellt haben: https://www.fortschrittinfreiheit.de/oeffentlichkeitsarbeit/kampagnen/340-autos-raus-aus-den-staedten-wir-fragen-nach-den-parkplaetzen

Hier ist der Link der Antwort der Dezernentin für Verkehr der Stadt Köln Frau Andrea Blome: https://www.fortschrittinfreiheit.de/images/bilder_ab_20190329/PDF_ab_20190401/20200422Antwortschreiben_der_Stadt_K%C3%B6ln.pdf

Hier ist der Link zu den weiteren Fragen an die Stadt Köln vom 1. Juni 2020: https://www.fortschrittinfreiheit.de/images/bilder_ab_20190329/PDF_ab_20190401/20200601Antwort_an_Stadt_Ko%CC%88ln.pdf

Die Stadt Köln hat nun zu 100 % den „Parkraummangel“ für die Bewohner manifestiert, den es vorher nicht gab. Betroffene Autofahrer können klagen. Es ist sicherlich nicht verkehrt, wenn mehrere Autobesitzer aus einer Stadt klagen würden, damit die Richter erkennen, dass mit den neuen Maßnahmen gerade der Parkraummangel geschaffen worden ist. Zu empfehlen ist, die Antwort auf unser Schreiben vom 1.6.2020 abzuwarten. Wer Probleme mit den Bewohnerparken im Raume München, Kaufbeuren hat kann sich an uns wenden wegen der Suche nach einem Anwalt.

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LINK zum Video: https://youtu.be/v84CK-S-Z6M

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